Ein bisschen den Oman entdecken, unter und über Wasser
Wir, Susi und Oli, waren von Ende Oktober bis Mitte November 2025 für fast drei Wochen im Oman unterwegs. Unsere Reise hat am Flughafen Stuttgart begonnen und führte uns via Istanbul in die Hauptstadt Maskat des Oman. Wir sind mit der Turkisch Airlines geflogen. Aufgrund von Flugänderungen hatten wir am Anfang leider eine Nacht in einem Hotel am Flughafen von Maskat verbringen dürfen. Aber am nächsten Tag hat die Tauchsafari mit dem Transport zu den Extra Divers in Sifah begonnen.
Auf dem Safariboot, welches unter ägyptischer Flagge und Besatzung fuhr, war eine gemischte Truppe von Tauchern eingebucht. Die Mehrheit war Franzosen. Die übrigen teilten sich in Deutsche, Holländer und Belgier auf. Insgesamt waren es 22 Gäste und die übliche Bootsbesetzung (Kapitän, Maschinist, Koch mit Gehilfen, Kompressorboy und Diveguids).
Nach dem das Tauchgeraffel auf dem Boot vertraut und die Zimmer bezogen wurden, hatten wir noch die Möglichkeit etwas in der Hafenanlage zu flanieren.
Am nächsten Morgen erfolgt der übliche Checktauchgang an einem Küsten nahen Tauchplatz. Alle Taucher wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, d.h. Die Franzosen und der Rest. Bereits beim Checktauchgang haben wir festgestellt, dass die Sicht nicht wie erwartet grandios war, sondern nur wie im Mittelmeer, also bescheiden. Leider hat es sich auch den Rest der 10tägigen Tour nicht viel geändert und es blieb leider bei der Suppe.
Zu sehen gab es leider keine Grossfische, sondern nur die kleinen und einen Hai, sowie mit etwas Glück waren auch ein paar Schildkröten dabei.
Getaucht haben wir überwiegend im Bereich der Inselgruppe Ad-Dimaniyat-Inseln, die nördlich von Maskat liegen und als ein Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Leider darf man in dem Naturschutzgebiet keine Nachttauchgänge machen, so dass wir leider nur 3 Tauchgänge am Tag absolvieren konnten.
Nach der 10tägigen Tauchsafari sind wir noch für vier Tage mit dem Auto durch das Hinterland des Oman mit unserem Reiseguide Abdulaziz gefahren und haben uns entwässert das Land, die Kultur und die Leute angeschaut.
Unsere Tour führte vom Aufgangspunkt Maskat über Sur zu unserem ersten Hotel dem Ras Al Jinz Turtle Reserve. Bei einem Nachtausflug an den nahen gelegenen Stand konnten wir zwei grüne Meeresschildkröten bei der beschwerlichen Eiablage und der Wanderung zwischen den Elementen (Wasser und Land) beobachten. Des Weiteren hatten wir auch Glück und konnten zwei kleine Schildkröten bei ihrem Kampf aus dem Sand beobachten.
Leider war das Essen im Hotel nicht landestypisch, sondern sehr europäisch, aber trotzdem gut.
Am nächsten Tag haben wir in Sur eine der letzten omanischen Bootswerften besucht und durften die handwerklichen Geschicke der Bootsbauer bestaunen, wie die original arabischen Dhau’s gebaut wurden.
Auf dem Weg zum ersten Hotel haben wir uns im Wadi Shab etwas treiben lassen und eine schöne Abkühlung erfahren, des Weiteren waren wir noch im Hawiyat Najm Park, das ein Sickloch ist, in dem sich Süß- und Salzwasser treffen. Dort ist ebenso möglich eine Erfrischung im Wasser zu suchen. Der Wadi Shab führt das ganze Jahr über Wasser, so dass dort auch ein reger Besucherandrang herrschte.
In Abstimmung mit unserem Reiseführer Abdulaziz haben wir am zweiten Tag an dem sehr wenig frequentierten Wadi Hawer nochmals die Seele baumeln lassen und das kühle Nass genossen. In einem einheimischen Restaurant haben wir etwas gespeist, um uns dann auf den Weg, in die Wüste, zum Sonnenuntergang, zu machen.
Wir übernachteten im Hotel Thousend Nights Camp mitten im Nirgendwo. Nach dem erfolgreichen Sonnenuntergang und einem Abendessen vom Buffet, wurden wird von einem Wissenschaftler noch in den Sternenhimmel eingeführt. Mit einem Teleskop, welches GPS gestützt ausgerichtet wurde, konnten wir u.a den Saturn mit seinen Ringen und ein paar Monden, sowie den Andromeda-Nebel, begutachten.
Nach einem reichhaltigen Frühstück ging die Reise zu der Stadt Al Mudhaired mit seinen 8 Wachtürmen weiter in Richtung der großen Festung der Stadt Nizwa. Die sehr aufwendige und gut restaurierte Festung konnten wir in Augenschein nehmen und auch eine Kleinigkeit von den dort angebotenen Köstlichkeiten versuchen.
Nach einem Abstecher in die Berge zu dem Dorf Misfat al Abriyyin und der Ruine Rogan Castle sind wir zu unserer letzten Unterkunft dem Hotel Top of The View mit einem gigantischen Ausblick über das ganze Tal und der Stadt Al-Hamra gefahren.
Am letzten Urlaubstag haben wir noch die Altstadt von Al-Hamra mit den aus Lehmziegeln errichteten Häusern angeschaut. Die Häuser sind ca. 600 – 800 Jahre alt und werden zurzeit vermessen. Im Anschluß soll der Wiederaufbau erfolgen.
Auf dem Weg zurück nach Maskat haben wir noch die Al-Huta-Höhle besucht. Sind quer durch das Al Hajar-Gebirge auf unbefestigten Strasse an Dörfen mittel im nichts vorbeigekommen. Der Abschluss erfolgt im Nakhal Fort bei der Stadt Al Batinah, welches auch komplett restauriert ist.
Wie der Hinflug erfolgte auch der Rückflug über Istanbul direkt auf den Flughafen des Ländles.
Der Urlaub im Oman war aufgrund der Kombination aus Tauchen und Landerkundung eine gelungene abwechslungsreiche Erfahrung, die wir auch gerne wiederholen werden.
Ich hoffe der kurze Bericht hat euch einen kleinen Eindruck des Urlaubs gegeben.
Gruß Susi und Oli.




































