Im Rausch der Tiefe

Ok, ok wir wollen mal nicht übertreiben und zu sehr Hoffnung auf den gleichnamigen Film machen. Doch „Tiefe“ ist in Abhängigkeit zum Ausbildungsstand sehr relativ.
Also müssen wir zunächst ein paar Worte über uns verlieren. Wir ( Ute, Dennis, Florian und Stefan ) sind absolute Anfänger und haben unseren Bronze Kurs letztes Jahr bei Elke und Klaus gemacht.
Da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, haben wir die Gelegenheit zum Monatstauchen mit Susi und Oliver sehr gerne angenommen und uns zu den nächsten Monatstauchen eingetragen, obwohl wir zunächst nicht sicher waren, ob wir als Anfänger mit den Profis überfordert sind. Das anfängliche Unbehagen wurde uns bereits bei der Vorbesprechung und Auswahl des Tauchplatzes genommen. Die ersten beiden Monatstauchen führten uns zum Mezgerallmendsee in der Nähe von Karlsruhe. Das Ziel war uns „unter Wasser zu bekommen“ und eine Einführung in das richtige Verhalten am Tauchplatz ( Mensch, Tauchplatz, Tauchgang, Tauchgerät, Sicherheit) zu geben. Was für den fortgeschrittenen Taucher Routine ist, war für uns sehr lehrreich und hat uns wieder ein Stück mehr Sicherheit im Umgang mit dem Gerät und der allgemeinen Vorbereitung gegeben. Bei dem traditionellen Ende-Tauchgang-Eis des zweiten Monatstauchen bemerkte Oliver und Susi dann auch, dass es nun Zeit für Tiefe ist. Da die beiden Monatstauchen einfach nur super waren und viel Spaß machten, haben wir in unserer Euphorie nur „klar“ gesagt.

Na dann laßt uns mal zum Bodensee gehen:
Als Datum wurde das letzte Ferienwochenede 13./14.09.2014 festgesetzt und als Taucheinstieg der Parkplatz beim Tennisplatz in Überlingen gewählt. Die Teilnehmer waren Susi, Oli, Ina, Benny, Ute, Dennis, Florian (ohne Tauchgang) und Stefan.  Vom Ausbildungsstand also eine gemischte Truppe, was für uns aber wieder super war. In den Nachbesprechungen lernten wir von der Analyse unsere Anfängerfehler, konnten aber auch vom Feintuning der Fortgeschrittenen profitieren. Wie so oft macht es also auch hier wieder einmal die Mischung.

Die Tauchgänge waren optimal aufeinander abgestimmt:
Ziel des ersten Tauchganges war es auch jetzt wieder zunächst Sicherheit zu gewinnen. Da wir uns schon alle recht wohl fühlten, ging es bereits beim ersten Tauchgang in 3er Gruppen langsam auf 20 m. Neben Krebsen und kleineren Fischen wurde sogar ein Hecht gesichtet. Nachmittags ging es dann nochmal etwas tiefer. Diesmal erreichten wir 30 m und kamen als Highlight zur Steilwand.  Der scharfe Übergang zwischen dem grünlichen Bodenseegrund und dem schwarzen Nichts ist doch sehr beeindruckend. Für heute galt der Spruch „Nur anschauem, nicht anfassen“, also diesmal noch nicht in die Steilwand eintauchen. Aber man soll sich ja noch Ziele für das nächste Mal lassen.

Überlingen ist ja immer eine Reise wert. Auch bei leicht regnerischem Wetter hatten wir einen schönen Abend mit leckerem Essen beim Griechen und Eis beim Italiener.

Für den nächsten Tag vereinbarten wir nur einen Tauchgang um den Stickstoffabbau zu gewährleisten. Dieser brachte uns auf 37 m. Somit sind wir also ca 5 m in die Steilwand eingetaucht. Wieder eine neue Erfahrung. Es ist doch sehr erstaunlich, wie dunkel es nach 5 m werden kann. Neben dem Tiefengefühl kam nun noch die Dunkelheit hinzu. Klar wurde jetzt, dass man sein Geräte blind beherrschen muss. Was bei uns leider noch lange nicht der Fall ist.
Dennoch war es ein tolles Gefühl mal „da unten gewesen“ zu sein.

Da man gute Traditionen nicht aufgeben sollte, gab es zum Schluss das gewohnte Ende-Tauchgang-Eis in Überlingen. Passend zur Stimmung kam nun endlich auch die Sonne heraus.

Wir freuen uns bereits auf das nächste Monatstauchen und können allen, die noch Training unter realistischen Bedingungen benötigen, das Monatstauchen nur empfehlen.

Vielen Dank an Susi und Oli, die das Monatstauchen organisieren und das Training vorort durchführen! Es macht wirklich sehr viel Spaß und wir haben immer sehr viel dabei gelernt.
Wie bereits geschrieben: Einfach nur empfehlenswert!

Veröffentlicht in Allgemein, Ausbildung

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