Nichts für Laternenparker und Warmduscher!

Als eingefleischte Salzwassertaucher, die bereits bei einer Wassertemperatur von weniger als 27 °C frieren, haben wir es gewagt, in deutschen Gewässern die notwendigen Tauchgänge zur Erlangung des Silberkurses zu machen. Im Nachhinein ein wahnsinniges Unternehmen! Statt 30 Meter Sicht in kristallklarem Wasser, 30 °C Wassertemperatur und 35 °C Außentemperatur, bunter Korallen und farbenfrohen Fischen fanden wir uns in einer völlig fremden Umgebung wieder: zwei Meter Sicht in Dreckbrühe, 6 °C unterhalb der Sprungschicht in 8 Meter Tiefe und unscheinbare Karpfen. Das hatten wir uns so nicht vorgestellt.

Man kommt sich schon komisch vor, wenn man ein Handtuch über dem Kopf trägt und auf einer öffentlichen Wiese mit dem Kompass einen Kurs abläuft. Aber bei allem gibt es etwas Positives! Eine fundierte Ausbildung bei der Orientierung unter extremen Bedingungen ist viel wert und das Tauchen ohne Guide an einem unbekannten Riff im Roten Meer wird zum Kinderspiel. Es ist schon bemerkenswert, wieviel man von schwäbischen Tauchlehrern noch lernen kann, obwohl man sich eigentlich als erfahrener Taucher fühlt.

Auch wenn es mal etwas länger dauerte, wurden wir bei den Theoriestunden im Hause Gamerdinger bestens kulinarisch versorgt. Bei den Ausfahrten nach Untergrombach bzw. an den Bodensee kam der gesellige Aspekt nicht zu kurz. Wir konnten uns stets darauf verlassen, dass Oli Senf dabei hatte und Dirk seinen dazu gab.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Tauchgänge in deutschen Gewässern mit Susi, Dirk und Oli.

Bettina und Volker

Veröffentlicht in Ausbildung
1 Kommentar » for Nichts für Laternenparker und Warmduscher!
  1. Volker sagt:

    Toller Artikel, da musste ich schon beim Reinstellen herzlich lachen. Sorry Dirk, aber der Spruch mit dem Senf war die Krönung 😉

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